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27.April 19 Uhr: 150 Jahre WEMA - Spannende Einblicke in eine wechselvolle Geschichte

150 Jahre WEMA

"Von der Werkzeugmaschinenfabrik und Eisengießerei "Franz Braun" zur Werkzeugmaschinenfabrik Zerbst GmbH"

Vortrag: 27.April um 18.30 Uhr (nicht 19 Uhr)

Konferenzraum Sparkasse 2.OG

Günter Röhrs gibt Einblicke in die wechselvolle Geschichte der WEMA.

Foto: Thomas Kirchner

Es gibt wohl kaum einen Zerbster, der die WEMA nicht kennt. Ist das Traditionsunternehmen doch seit Jahrzehnten eines der größten Arbeitgeber der Stadt. Im Mai diesen Jahres feiert die einstige Firma Braun, anfangs Reparaturbetrieb für landwirtschaftliche Maschinen mit einer kleinen Gießerei, ihr 150jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass gibt Günter Röhrs interessante Einblicke in die wechselvolle Geschichte der WEMA.

Von Thomas Kirchner

Zerbst.I Günter Röhrs, der selbst 35 Jahre als Sicherheitsinspektor in der WEMA tätig war, beschäftigt sich bereits seit mehr als zehn Jahren mit der Geschichte des Unternehmens und besonders mit der Gründerfamilie Braun. "Ich habe immer das Gefühl, das Franz Braun, Vater der Firma, mehr und mehr in Vergessenheit gerät", erzählt Günter Röhrs. "Deshalb habe ich mich eingehend mit den Brauns und der 1867 gegründeten Firma beschäftigt, um dies nun an die Zerbster weiterzugeben", so Röhrs weiter. So besteht auch eine enge Zusammenarbeit und ein reger Austausch mit Zerbst-Kenner und Heimatverein-Mitglied Helmut Hehne.

151 Personen, darunter Zeitzeugen, Beschäftigte, ehemalige Beschäftige und Nachkommen älterer Mitarbeiter halfen Röhrs dabei, das Material zusammenzutragen, darunter alte Fotos, Zeitungsausschnitte und sogar altes Filmmaterial, was aufwendig bearbeitet werden musste.

Spannende Einblicke in 150 Jahre WEMA. Foto: Thomas Kirchner

Die erste bei Braun in Zerbst hergestellte Großdrehbank erhielt 1870 die Firma Henschel in Kassel. Die Maschine war 12 Meter lang und wurde mittels Ochsengespannen von Zerbst nach Kassel transportiert.

Braun reist zur Weltausstellung nach Chicago

Es gab Zeiten, da hat jeder dritte Zerbster bei Braun gearbeitet, hat der WEMA-Fan bei seinen Recherchen herausgefunden. "Braun war allem Neuen sehr zugewandt", berichtet Röhrs. So reiste der Firmengründer 1893 zur Weltausstellung nach Chicago, nicht etwa um dort auszustellen, nein, Braun wollte sich über den neuesten Stand der Technik informieren und sich Ideen für neue Produkte holen.

Als Firmengründer Franz Braun 1889 starb, übernahmen sein Sohn Ernst und sein Schwiegersohn Richard Schmidt die Leitung des Familienbetriebes und stellten die Produktion vollständig auf Werkzeugmaschinen um. Es wurde zu dieser Zeit so ziemlich alles gebaut, was unter den Begriff „Werkzeugmaschinen“ gefasst werden konnte.

Günter Röhrs spannt den Bogen von der Gründung der Firma bis in die Gegenwart, wobei es ihm die Braun-Zeit besonders angetan hat. Dabei kommen Dokumente und Videosequenzen zur Ansicht, die wohl kaum jemand kennt. Es soll aber an dieser Stelle nicht allzu viel verraten werden.

Die WEMA zu DDR-Zeiten. Foto: Thomas Kirchner

"Wir treffen uns monatlich zu unseren Versammlungen und laden dazu auch immer mal jemanden ein, der zu interessanten, nicht nur maritimen Themen, Vorträge hält", erzählt der Vorsitzende der Marinekameradschaft Zerbst, Reinhard Ribbe. "Jeder Semann kommt auch mal zurück in die Heimat, und die WEMA ist so ein Stück Heimat", freut sich Ribbe auf die Ausführungen von Günter Röhrs.

Wer mehr über die Geschichte des Zerbster Traditionsunternehmens erfahren möchte, am Donnerstag, 27.April findet in Zusammenarbeit mit dem Zerbster Heimatverein ein öffentlicher Vortrag - "Von der Werkzeugmaschinenfabrik und Eisengießerei "Franz Braun" zur Werkzeugmaschinenfabrik Zerbst GmbH" im Versammlungsraum der Sparklasse auf der Alten Brücke statt. Beginn ist 18.30 Uhr, nicht 19 Uhr.

 


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