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Zerbster Tierfotograf Martin Demmel: Ausstellung im Zerbster Rathaus I ZerbstAktuell sprach mit Mart

Weil nichts schöner ist als pure Natur

-Der gebürtige Zerbster Martin Demmel zeigt im Rathaus beeindruckende Ergebnisse seiner Foto-Safaris-

Von Thomas Kirchner

Martin Demmel, in Zerbst geboren, lebt jetzt in Dessau. Seine Leidenschaft: Die Tier.- und Naturfotofrafie. Jetzt sind seine Bilder in den Gängen des Zerbster Rathauses zu sehen. „Faszination Naturfotografie“ heißt die Ausstellung die am Mittwoch, 27.Juli um 15.00 Uhr eröffnete und bis Ende November zu sehen ist.

ZerbstAktuell & Volksstimme-Mitarbeiter Thomas Kirchner sprach mit dem Fotografen über seine Motive und seine Faszination für die Natur.

Herr Demmel, Sie leben in Dessau? Wie kamen Sie an eine Ausstellung im Zerbster Rathaus?

Martin Demmel: "Ich bin 2012 mit meiner Freundin nach Dessau gezogen, bin aber gebürtig aus Zerbst und der Stadt noch sehr verbunden. Somit war für mich klar, dass ich auch gern in Zerbst ein Ausstellung machen möchte."

Martin Demmel bei der Vernissage im Rathaus: Die Bilder sind ab sofort zu sehen. Foto: Katrin Wurm

Gab oder gibt es bereits andere Ausstellungen?

Martin Demmel: "Ich stelle meine Leinwände mit wechselnden Motiven dauerhaft in der Wallwitzburg in Dessau aus. Derzeit wird dort allerdings der Treppenturm saniert, somit ist der Turm momentan nicht zugänglich. Angefangen hat es damit, dass ich die Leinwände und Kalender für meine Familie und Freunde angefertigt habe. Mittlerweile sind neben den Leinwänden auch die Kalender in der Wallwitzburg erhältlich. Ein Teil der Gewinne kommen dem Wallwitzburg e.V. zu Gute."

Die Tierfotografie, ist das Ihr Hauptberuf oder nur ein Hobby?

Martin Demmel: "Im Moment ist die Tierfotografie nur ein Hobby, da es sehr schwierig ist, davon leben zu können. Hauptberuflich bin ich als Ingenieur in einem Pharmaunternehmen in Tornau tätig. Die Fotografie schafft für mich einen idealen Ausgleich zum Beruf. Ich betreibe die Fotografie meist am Wochenende oder auf gezielten Touren mit meiner Freundin oder anderen Fotografen. Sich mit der Naturfotografie den Lebensunterhalt verdienen zu können, bleibt für mich ein Traum."

Und wie kamen Sie zur Natur.- und Tierfotgrafie?

Martin Demmel: "Das war eher zufällig. Ich habe nach meinen Studium eine Volontariat in Brasilien absolviert, bei dem ich im Pantanal (das größte Sumpfgebiet der Erde) Naturfotografen und Touristen mit dem Boot oder dem Jeep an verschiedene Plätze gebracht und deren Objektive auf den Foto-Touren getragen habe. Damals dachte ich mir noch, wie verrückt man sein muss, so ein Hobby zu haben. Mit dem Franzosen Olivier Grunewald – er ist für seine Vulkanfotos in der zeitschrift National Geografic bekannt geworden- habe ich mich in dieser Zeit besonders gut verstanden. Er ist übrigens immer noch ein Vorbild von mir. Er hat mir einige Dinge an der Spiegelreflexkamera erklärt und dann hab ich selbst angefangen, Tiere zu fotografieren. Von Jahr zu Jahr habe ich dann das Hobby intensiviert."

In welchen Ländern waren Sie bereits auf Foto-Safari?

Martin Demmel: "Puh, in ziemlich vielen. Sehr eindrucksvoll waren die Touren durch Brasilien, Ecuador, Kenia, Nicaragua, Australien, Costa Rica, Botswana, Südafrika, Neuseeland, Sumatra (Indonesien), Borneo (Malaysischer Teil) und viele Länder Europas. In Europa ist meine Lieblingsregion die Extremadura in Spanien. Wenn 1-2 Fotos richtig gut sind, hat es sich die Reise schon gelohnt."

Und die Tierwelt hier vor der Haustür?

Martin Demmel: "Elbe und Mulde haben viele tolle und seltene Tiermotive zu bieten. Besonders interessant sind für mich Wiedehöpfe, Eisvögel, Bienenfresser und Seeadler."

Was war für Sie das schönste, beeindruckenste was Ihnen vor die Linse kam?

Martin Demmel: "Einige Momente haben mir schon den Atem geraubt, wie zum Beispiel schlüpfende Meeresschildkröten in Tortugero (Costa Rica). Ein anderes Highlight war ein Fischadler, welcher sich in einem Karpfen festgekrallt hatte und der beinahe mit dem Fisch untergegangen wäre. Die Sache ist für den Fischadler aber glücklicherweise gut ausgegangen."

Welches sind Ihre Pläne für die Zunkunft? Gibt es einen Ort, ein Land wo sie unbedingt Ihr Traum-Tier fotofrafieren möchten?

Martin Demmel: "Ich würde gern noch nach Madagaskar Lemuren fotografieren oder nach Finnland auf Wolf-und Bären-Foto-Jagd."

Vielen Dank für das Gespräch, weiterhin viel Erfolg und viele wundervolle Aufnahmen für Sie.

Die Naturfotografien von Martin Demmel sind während der Öffnungszeiten im Zerbster Rathaus zu sehen.

Hier haben wir eine kleine Galerie zusammen gestellt. Mehr finden Sie im Zerbster Rathaus. Machen Sie beim Gang über das Heimatfest einfach einen Abstecher ins Rathaus auf der Schlossfreiheit.

Fotos (9): Martin Demmel

Mehr unter: www.wildlifephoto-demmel.de

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